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Tiershop.de vom 22.11.2006Staupe (CDV)Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Hunde. Das Krankheitsbild ist seit mehr als 2 Jahrhunderten bekannt. Der Erreger Staupe ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung, die schon seit über 2 Jahrhunderten bekannt ist. Es gehört in die Familie der Paramyxoviren, zu der auch ein Erreger des Zwingerhusten des Hundes und das Masernvirus des Menschen gehören. Auf englisch heißt es "canine distemper virus" oder abgekürzt CDV. Die Übertragung Nicht nur Hunde sind von der Infektion gefährdet sondern auch alle anderen Hundeartigen wie Wolf, Fuchs, Kojote und Schakal, Mustelide wie Marder und Frettchen und außerdem Löwen und Waschbären. Daher sind wildlebende Tiere noch immer ein Reservoir für das Virus. Ein infiziertes Tier scheidet mit dem Kot, Urin und auch dem Speichel das Virus aus. Nimmt ein anderer Hund etwas davon auf, so kann sich das Virus in den Mandeln ansiedeln und vermehren. Von dort wird es über das Blut im ganzen Körper verteilt. Schon wenige Tage nach der Infektion scheidet das neu infizierte Tier seinerseits das Virus aus und ist damit eine Ansteckungsquelle für andere Hunde. Besonders empfänglich sind Junghunde bis zum Alter von sechs Monaten.
Die Erkrankung 3-7 Tage nach Aufnahme des Virus kommt es zu den ersten Symptomen. Man kann vier verschiedene Verlaufsformen unterscheiden: Befällt das Virus vor allem die Atemwege spricht man von der "respiratorischen Form". Die Hunde husten und der Rachen, die Mandeln und die Lunge sind entzündet. Auch auf die Augen kann die Entzündung übergehen. Von der "intestinalen Form" spricht man, wenn die Entzündungsvorgänge den Nahrungsweg betreffen. Rachen, Schlund und Darmteile sind entzündet und die Tiere haben starken Durchfall. Die "kutane Form" betrifft Hautanteile. Auf der Nase und unter den Sohlenballen bilden sich dicke Hautschichten. Englisch werden diese Veränderungen als Hard-Pad-Disease bezeichnet. Allerdings ist diese Form der Staupe selten. Schließlich kann auch das Nervensystem angegriffen werden. Die betroffenen Tiere verändern sich im Wesen, zeigen Zwangsbewegungen, Krämpfe, Anfälle und Lähmungserscheinungen. Außerdem können sie erblinden. Die Diagnose Die Nachweismöglichkeiten sind begrenzt und teuer. Auch dauert eine Untersuchung im Labor zu lange. Bei einem Verdacht anhand der Symptome muß das Tier schnellstmöglich behandelt werden! Die Behandlung Ein Mittel gegen das Virus gibt es nicht. Bei der intestinalen und der respiratorischen Form können nur die Symptome behandelt werden. Bei guter Pflege und intensiver Betreuung durch den Tierarzt können die Tiere die Erkrankung überleben. Da die Staupe hochansteckend ist müssen die Hunde dazu in Quarantäne! Ist das Nervensystem jedoch betroffen, so gibt es meist keine Hilfe mehr.
Ab der 8. Lebenswoche sollte ein Welpe grundsätzlich gegen die Staupe geimpft werden. Eine Wiederholungsimpfung vier Wochen später und die jährliche Auffrischung sind für den Schutz des Tieres unablässig. Doch auch trotz der Impfung kann es in seltenen Fällen zu Impfdurchbrüchen kommen. Das heißt, dass ein regelmäßig geimpftes Tier erkrankt. Frettchen in Hobbyhaltungen und Zuchten sollten ebenfalls geimpft werden.
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