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Tiershop.de vom 17.01.2007
Dirofilariose - Herzwurmbefall

Dirofilariose ist eine typische Reisekrankheit. Sie wird hervorgerufen von dem Herzwurm Dirofilaria immitis.

Der Erreger

Erreger der Dirofilariose ist Dirofilaria immitis, eine Filarienart (Fadenwürmer). Er ist obligat zweiwirtig. Ca.60 verschiedene Stechmückenarten übertragen die Mikrofilarien (die Vermehrungsform). Daraus entwickeln sich im Hund, der den Endwirt darstellt, die adulten Herzwürmer oder Makrofilarien. Diese Makrofilarien finden sich in großer Zahl im rechten Herzen, der großen Lungenaterie, der großen Hohlvene und gelegentlich in anderen Organen. Sie sind ca. 1 mm dick und 20-30 cm lang. Das Erregerreservoir bilden latent infizierte Hunde.

 

Das Vorkommen

Das Vorkommen der Krankheit wird duch die Verbreitung der Stechmücken bestimmt. Das größte Infektionsrisiko haben in Europa die Mittelmeerländer. Die italienische Poebene weist mit 95% die höchste Prävalenz für Dirofilarose weltweit auf. Auf den Kanarischen Inseln La Palma sind 32% und auf Teneriffa 61% der Hunde infiziert. Weitere Vorkommen in den USA und Ungarn.

 

Die Symptome

Die Ausprägung der Symptome ist von Anzahl und Lokalisation der Makrofilarien abhängig. Die Patienten ermüden schnell und zeigen das Bild eines Cor Pulmonale: Atemnot, Husten, Herzrasen, Herzerweiterung, Leberstauung, Bauchwassersucht, Wasser in den Beinen.

 

Die Diagnose

Der direkte Nachweis der Mikrofilarien erfolgt durch mikroskopische Untersuchung des Kapillarausstrichs oder nach Anreicherung von EDTA-Blut im Knott-Test. Die Blutprobe muß abends entnommen werden, weil dann die Mikrofilarien am zahlreichsten im Blut vorkommen.
Die Untersuchung auf adulte Filarien erfolgt über Antigennachweis im Serum. Es ist zu beachten dass diese Untersuchung erst 6-7 Monate nach der Infektion aussagefähig ist, wenn die adulten Herzwürmer geschlechtsreif geworden sind.

Für diese Untersuchungen stehen von der industrie Test-Kits zur Verfügung.

 

Die Behandlung

Bei einem schwachen Befall ist es möglich die Würmer mit einem Antiparasitikum zu bekämpfen. Ist der Befall massiv, müsen die Würmer chirurgisch aus dem Herzen entfernt werden.

 

Die Prophylaxe

Ist eine Reise in ein gefährdetes Land geplant, sollte man vorher die notwendigen Maßnahmen mit seinem Tierarzt besprechen. Eine Möglichkeit sein Tier vor der Übetragung des Herzwürmer zu schützen gibt es zwar nicht, aber durch eine regelmäßige entwurmung während und nach dem Urlaub, können bleibende Schäden verhindert werden.


 

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