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Tiershop.de vom 08.02.2007
Urolithiasis - Blasensteine

Blasensteine können die ableitenden Harnwege verstopfen.

Was sind Blasensteine?

Blasensteine, medizinisch Urolithen genannt, sind steinähnliche Ansammlungen von Mineralien, die sich in der Harnblase bilden.  Sie können als ein grosser, einzelner Stein oder als Ansammlung von gut sandkorn- bis kieselgroßen Steinen vorkommen.  


Die Ursache 

Die Hauptaufgabe der Niere ist de Blutfilterung. Dabei werden verschiedenste Stoffe aus dem Blut gesammelt und im Urin ausgeschieden. Darunter befinden sich auch so genannte kristalloide Substanzen (Magnesium, Ammonium, Phospat, Calciumoxalat und Calciumphospat). In der Blase wird der Urin eine Weile gespeichert. Dabei können diese Substanzen zusammen mit Matrix Kristallkerne bilden, die je länger sie verweilen wachsen. Ob und wie schnell diese Steine gebildet werden, hängt vom pH-Wert des Blutes, dem Harndurchfluss und der Konzentration der Kristalle ab. Auch die Produkte bestimmter Bakterien fördern die Bildung der Steine.
 

Die Symptome

Die zwei häufigsten Anzeichen von Blasensteinen sind Blut im Urin (Hämaturie) und Harnabsatzbeschwerden (Dysurie). Zur Hämaturie kommt es, wenn die Steine die Blasenwand reizen und eine Oberflächenblutung auslösen. Oft kann der Besitzer einzelne Schleimhautfetzen im Urin sehen. Eine Dysurie tritt ein, wenn Steine den Harnröhrengang verstopfen. Die Tiere versuchen immer wieder erfolglos und unter Schmerzen Harn abzusetzen. Kann die Blase nicht mehr entleert werden, baut sich im Bauchraum ein enormer, schmerzhafter Druck auf. Neben den Harnabsatzbeschwerden zeigen die Tiere oft Kolikartige Symptome und können sogar plötzlich lahmen. 

Die Diagnose

Die Diagnose einer Harnsteinerkrankung erfolt meist mittels Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchung. Allein die Betastung des Bauchraumes gibt selten Aufschluss über die Erkrankung. Oft muss die Rötgenaufnähme mit Kontrastmitteln durchgeführt werden, um auch kleine strahlendurchlässige Steine zu identifizieren. Die chemische Zusammensetzung der Steine kann ber eine Blutuntersuchung vermutet werden.

Die Behandlung

Es gibt verschiedenen Behandlungsmethoden. 

Bei der Urohydropropulsion wird sterile Kochsalzlösung retrograd (durch die Harnröhre in Richting Blase) gespült. Danach wird der Urin und die Lösung ausgepresst, wobei kleine Steine mit ausgeschwemmt werden. Allerdings setzen sich größere Kristalle bei dieser Behandlungsmethode vor die Offnung der Blase.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Auflösung der Steine mittels einer speziellen Diät.  Durch Ansäuerung des Harns und Verminderung der kristalloiden Substanzen werden die vorhandenen Steine teilweise angebaut oder abgeschwemmt, ohne dass sich neue bilden. Diese Möglichkeit besteht allerdings nur dann, wenn die Tiere nicht schon Krankheitssymptome zeigen.
Die invasivste Methode ist eine Operation, wobei die Blse ober Teile der Harnröhre eröffnet werden um die Steine zu entfernen.

Alle Hunde / Katzen die an Blasensteinen operiert worden sind, sollten lebenslang spezielle Diät gefüttert bekommen, da diese die Neubildung von Steinen oder Gries verhindert. Zusätzlich sollte der Hunde / die Katze, die schon Blasensteine hatte, regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden.


 

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