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Tiershop.de vom 09.01.2007Richtig Entwurmenein Kinderspiel oder eine richtige Wissenschaft? Bekämpfung – was eigentlich? Im Grunde genommen gibt es drei wichtige Parasiten beim Pferd:
Entwurmen – womit? Zur Zeit sind diverse Präparate aus diversen Wirkstoffgruppen auf dem Markt vertreten. Nicht alle Wirkstoffe wirken auch gegen alle Parasiten! Auch sind bei der Wirksamkeit mögliche Resistenzen zu berücksichtigen. Eine Übersicht über Wirkstoffgruppen, Präparate und mögliche Anwendungen Benzimidazole (z. B. Panacur, Rintal) Benzimidazole wirken gegen die meisten Rundwürmer bei Pferden. Gegen den Zwergfadenwurm der Fohlen wirken sie nur teilweise. Keine Wirkung besteht gegen Lungenwürmer, Bandwürmer und Magendasseln.
Pyrantel (Banminth) Pyrantel wirkt ähnlich den Benzimidazolen. Eine Aktivität gegen Zwergfadenwürmer ist praktisch nicht vorhanden. Auch Lungenwürmer und Magendasseln werden nicht abgetötet. makrozyklische Laktone (Ivomec, Equest, Eraquell, Furexel) In diese Wirkstoffgruppe gehören bei den Pferde-Antiparasitika die verwandten Substanzen Ivermectin und Moxidectin, deren Wirkspektrum in etwa vergleichbar ist. Moxidectin wirkt allerdings nicht gegen Lungenwürmer.
Praziquantel (Equimax, Droncit) Dieser Wirkstoff ist das Mittel der Wahl speziell für die Bekämpfung der drei beim Pferd hauptsächlich vorkommenden Bandwurmarten.
Ivermectin Die Behandlung gegen Magendasseln kann mit Ivermectin erfolgen. Der korrekte Anwendungszeitpunkt wird oft mit Anfang Dezember (Nikolaus) angegeben. Das kann jedoch zu spät sein. Denn ungefähr 14 Tage nach Ablage der letzten Eier auf dem Pferdefell sind auch die letzten Larven geschlüpft. Danach endet das Infektionsrisiko für die Pferde und die Larven beginnen ihren zerstörerischen Weg durch den Körper, der schließlich im Magen endet. Um diesen Weg möglichst früh zu stoppen, ist eine späte Behandlung nicht unbedingt optimal. Abhängig ist dies unter anderem auch von den klimatischen Bedingungen zu der Zeit. Je nach Lage und Witterung des jeweiligen Jahres kann der richtige Termin bei milden Klimatlagen bereits Anfang November sein, in rauheren Gegenden sogar schon Ende Oktober.
Für ausgewachsene Pferde kann ein sinnvoller Impfplan wie folgt aussehen: April/Mai: gegen Rundwürmer
Fohlen und Jungpferde müssen allerdings häufiger entwurmt werden! Folgender Behandlungsplan gilt als Orientierungshilfe: Erste Behandlung: 1 - 3 Wochen nach der Geburt
Im Einzelnen sollte bei ausgewachsenen Tieren sowie auch bei Jungtieren und Fohlen die Erstellung eines Entwurmungsplans in Absprache mit dem betreuenden Tierarzt erfolgen. Zu berücksichtigen sind hierbei unter anderem auch bereits aufgetretene Parasitosen in einem Stall, regional häufiger oder seltener auftretende Parasitosen oder auch der Immunstatus des Indiviuums. Hierbei können sich Tierbesitzer und Tierarzt einen gemeinsamen Überblick verschaffen. Was kann ich als Besitzer tun? Eine ganze Menge! Als Besitzer können Sie stall- und weidehygienische Maßnahmen treffen und so die therapeutische Prophylaxe sehr effektiv unterstützen! Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:
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