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Tiershop.de vom 18.12.2006Rhinitis contagiosa cuniculi - KaninchenschnupfenRhinitis contagiosa cuniculi ist eine Faktorenkrankheit die durch schlechte Haltungsbedingungen begünstigt wird. Die frühe Erkennung des Kaninchenschnupfens ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Der Erreger Der Kaninchenschnupfen ist eine bakteriell bedingte Erkrankung. Der hauptsächlich verantwortliche Keim ist Pasteurella multocida. Zusätzlich zu ihm siedeln sich häufig noch Bordetella bronchiseptika, Staphylokokken und Pseudomonaden an. Begünstigende Faktoren sind vor allem schlechte Haltungsbedingungen, Enge, Staub und schlechtes Futter. Die Erkrankung tritt in allen Altersklassen auf. Die Erkrankung Der Keim siedelt sich nur im Atemtrakt der Kaninchen an. Dadurch beginnt die Krankheit mit trockenem Niesen und Schnorchelgeräuschen. Später niesen die Tiere wässrigen Schleim, der die Atmung erschwert. Die Nasenlöcher verkrusten und zusätzlich entzünden sich die Augen und Ohren. Oft entstehen Lungenentzündungen und -abszesse. Die Diagnose Die Diagnose kann aufgrund der Symptome gestellt werden. Oftmals haben die Tiere verklebte Haare an den Vorderpfoten, durch das häufige Putzen der Nase. Ein Fremdkörper in den Nasengängen sollte vor Beginn einer therapie ausgeschlossen werden. Die Behandlung Tritt die Erkrankung in einem größeren Bestand auf, sollten zunächst die Haltungsbedingungen nachhaltig verbessert werden. Bessere Lüftung und regelmäßige, gründliche Reinigung der Stallungen senkt das Infektionsrisiko. Zur Sanierung des Bestands ist die Tötung der betroffenen Tiere oft unumgänglich. Für eine größere Anzahl von Tieren können spezielle Impfstoffe hergestellt werden. Einzeltiere können mit Antibiotika behandelt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Salzlösungen zu inhalieren. Die Prognose In den Frühstadien lässt sich die Erkrankung relativ gut eindämmen, während die Prognose in späteren Stadien eher schlecht ist. Auch muss mit einem erneuten Aufflammen der Symptome nach der Behandlung gerechnet werden, da die vollständige Elimination der Keime fast unmöglich ist.
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