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Tiershop.de vom 29.01.2007
Regurgitations-Syndrom

Auch in einer guten Terrarienhaltung kann es gelegentlich zu Problemen kommen.

Das Regurgitationssyndrom

Unter diesem Begriff versteht man das Auswürgen eines Futtertieres in halbverdautem Zustand (regurgitieren), ohne dass eine Infektionskrankheit,  Parasitenbefall o. ä. vorliegt. Meist würgen die Tiere das Futter zwischen dem 3. und 6. Tag nach der Fütterung wieder aus. Die dadurch ausgelöste Dehydration ( massiver Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten ) führt leider oft zum Tod der Tiere.
Riesenschlangennachwuchs und frisch eingeführte Wildfänge neigen zu dieser Erkrankung.

Mögliche Gründe: 

  • Zu große Futtertiere und/oder zu häufige Fütterung
  • Unzureichende Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit im Terrarium 
  • Nervosität und Stress wegen Handhabung (besonders bei Wildfängen)
  • Noch unzureichend entwickelte Verdauung bei den Schlangennachwuchs.

Maßnahmen:

  • Haltungsbedingungen überprüfen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit)
  • unbedingt notwendig  ist eine Futterpause von mindestens 10 Tagen nach Auswürgen des erstens Futtertiers
  • Bei der nächsten Fütterung kleine Futtertiere (z.B. eine kleine Maus) anbieten, danach wieder 10 - 14 Tage Fütterungspause
  • Tier einzeln setzen
  • das handling auf ein Minimum beschränken
     
    Beachten Sie:
    Wenn es bereits zu mehreren Regurgitationen gekommen ist, können die Tiere
    ausgetrocknet, also exikotisch sein. In diesem Fall sind subkutane Injektionen mit einer sterilen Kochsalzlösung notwendig. Hierfür sollte der Tierarzt aufgesucht werden, da es bei unsachgemäßen Injektionen zu Abszessen kommen kann.

 

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