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Tiershop.de vom 28.12.2006NachhandlähmungenFür eine Lähmung der Nachhand kommen verschiedene Ursachen in Frage. Die Erkrankung Dem Tierbesitzer fällt zumeist auf, dass sich das Kaninchen nicht mehr normal fortbewegt, sondern auf einer Stelle sitzen bleibt oder sich mit den Vorderbeinen vorzieht. Durch mangelnde Fellpflege bilden sich Dekubitus-Stellen an den Hinterläufen und manchmal kommt es zu Harnverhalten, wenn die Blasenmuskulatur in die Lähmung mit einbezogen ist. Die Entstehung Lähmungen entstehen oft durch fehlerhaftes Festhalten bei wehrhaften Kaninchen. Der starke Druck auf die Wirbel führt zu Einklemmungen des Rückenmarks. Auch starkes Ausschlagen mit den Hinterläufen hat eine ähnliche Wirkung. Auch kommen bei Kaninchen Bandscheibenvorfälle vor. Nicht-traumatische Ursachen sind Vergiftungen, Infektionen mit Parasiten (z.B. Enzephalitozoon cuniculi), genetische Fehler oder VitaminE und Selen-Mangel. Die Diagnose Beim Tierarzt sollte eine neurologische Untersuchung durchgeführt werden, bei der abgeklärt wird in wie weit die Sensibilität erhalten ist. Auf einem Röntgenbild lassen sich Ursachen wie Wirbelsäulenbrüche oder Verrenkungen erkennen. Die Therapie Der Therapieversuch richtet sich nach der Ursache der Lähmung und dem Schweregrad. Generell sollte die Therapie nicht länger als 2-3 Wochen durchgeführt werden. Stellt sich keine Besserung ein oder ist von Anfang an keine Sensibilität der Hinterläufe mehr vorhanden, so sollte das Tier vor Schmerzen bewahrt und euthanasiert werden. Die Prognose ist sehr vorsichtig zu stellen.
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