Die Erkrankung
Bei der Maulfäule handelt es sich um einen entzündlich- eitrigen Prozess, der in seinem Verlauf das Zahnfleisch des befallenen Tieres angreift. Die Maulschleimhaut schwillt im Bereich des Ober- und Unterkiefers massiv an und die eitrigen Beläge werden sichtbar. Da Eiterbakterien nie an Ihrem Platz bleiben können auch die Speiseröhre und / oder der Kieferknochen befallen werden.
Leider kann man die Maulfäule am besten im Anfangsstadium behandeln, dies ist aber sehr schwierig, da man dies nur bei geöffneten Maul sieht und wer schaut seinem Tier schon ständig ins Maul?!
Therapie
Um feststellen zu können um welche Bakterien es sich handelt bleibt der Weg zum Tierarzt nicht aus. Hier sollte ein Abstrich der betroffenen Partie genommen werden und zu Bakteriologischen Untersuchung ins Labor eingeschickt werden. In der Regel wird dort auch gleich ein Antibiogramm und Resistenztest erstellt um genaue Informationen darüber zu bekommen welches Antibiotikum am besten hilft. Die Verabreichung der passenden Antibiose erfolgt über den Tierarzt. Dieser wird dann in der Regel auch den käsigen Belag und die lockeren Zähen entfernen und die betroffenen Stellen mit 3%igem Wasserstoffsuperoxid reinigen.