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Tiershop.de vom 22.11.2006
Kaninchenseuche (Chinaseuche)

Die Kaninchenseuche ist seit 1984 bekannt. Die Erkrankung verläuft fast immer tödlich.

Der Erreger

Die Kaninchenseuche oder "rabbit hemorrhagic disease" trat zum ersten Mal 1984 in China auf, nachdem deutsche Kaninchen dorthin exportiert worden waren. Es folgte ein verheerender Seuchenzug von China bis nach Mitteleuropa, wo das Virus 1987 schon ankam.

Der Weg des tötlichen Virus:

  • 1984 trat die Erkrankung erstmals in China auf, Lui und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter brachten sie in Zusammenhang  mit Angorakaninchen aus Deutschland. Kurz darauf beobachtete man die RHD auch in Korea.
  • 1986 in Italien und Südeuropa
  • 1987 Russland und der ehemaligen CSSR
  • 1988 in Deutschland und weiten Teilen Europas - am 24.09.1988 gab es den ersten Fall in der DDR        
  • 1992 in England
    Zur Bekämpfung der Wildkaninchenpopulation einer kleinen Region in Australien setzte man das Virus künstlich aus. Innerhalb kürzester Zeit tilgte es in ganzen Landstrichen die Kaninchen und ist nicht wieder unter Kontrolle zu bekommen.
  • Die Übertragung

    Vor allem Wildkaninchen sind ein Reservier für das Virus, das über Kontakte zwischen den Tieren, aber auch über das Futter und Fleisch von infizierten Tieren übertragen wird. Auch über die Stiche von Insekten kann das Virus weitergetragen werden.

    Nur Jungkaninchen unter acht Wochen erkranken nicht!

    Die Erkrankung

    Die Krankheit hat einen rasanten Verlauf. Zwei bis drei Tage nach der Infektion treten Blutungen im ganzen Körper des betroffenen Tieres auf. Vor allem die Leber und die Lunge sind betroffen.

    Die Diagose

    Es gibt keine Möglichkeit das Virus anzuzüchten. Auch können keine Antikörper (Element des Immunsystems um Viren und Bakterien zu bekämpfen) nachgewiesen werden, da die tiere schneller sterben, als das Immunsystem reagieren kann.

    Anhand der Veränderungen an toten Tiere kann nachträglich eine Diagnose gestellt werden.

    Die Behandlung

    Jeder Behandlungsversuch kommt bei einem infizieren Kaninchen zu spät. Nur sehr wenige Einzelfälle überleben die Krankheit aus eigener Kraft.

    Die Vorbeugung

    Gegen die Kaninchenseuche kann geimpft werden. Jungtiere ab dem 28. Lebenstag erhalten eine Spritze, die vier Wochen später wiederholt werden muß. Danach wird die Impfung jedes Jahr aufgefrischt.


     

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