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Tiershop.de vom 03.01.2007
Haltung und Fütterung

Meerschweinchen sind anspruchslose Tiere. Trotzdem müssen bei der Haltung und Fütterung einige Regeln beachtet werden um die tiere bei guter Gesundheit zu erhalten.

Freilandhaltung

Grundsätzlich ist esmöglich Meerschweinchen in Außenanlagen zu halten. Da diese Tiere jedoch wärmeliebend sind muss in einer Freilandhaltung ein gut isolierter und beheizbarer Unterschlupf zur Verfügung stehen. Im Sommer müssen die Tiere sich unbedingt vor Sonneneinstrahlung zurückziehen können und im Winter muss der Unterschlupf vor Zugluft geschützt sein. Meerschweinchen sind sehr bewegungsfreudige Tiere. Daher sollten mindestens 1-4 m² zur Verfügung stehen.

Wohnungshaltung

Ein großer geräumiger Käfig wie er im Tierhandel erhältlich ist kann als Dauerbehausung dienen. Wichtig ist, das den Tiere auch hier ein dunkler höhlenartiger Rückzugsraum geboten wird, denn Meerschweinchen sind Fluchttiere und brauchen Orte um sich zu Verstecken. Idealerweise sollte ihnen auch täglicher Auslauf in der Wohnung geboten werden. Ein Raum in dem Meerschweinchen gehalten werden sollte gut gelüftet werden und bei einer Zimmertemperatur von 18-26 °C liegen. Gegen starke Sonneneinstrahlung und Hitze müssen die Tiere unbedingt geschützt werden.

Als Einstreu sowohl für die Außen- als auch die Wohnungshaltung bieten sich unbehandelte Späne oder Pellets dazu Stroh und Heu an. Torfmull ist zu staubig. Die Einstreu sollte mindestens 4 cm dick sein um Geschwüre an den Fußballen vorzubeugen.

Da Meerschweinchen Nagetiere sind, sollten alle Einrichtungsgegenstände aus unbehandeltem Holz bestehen. Gleichzeitig sind frische Äste von Weide, Hasel, Buche, Apfel- oder Birnbaum eine immer willkommene Möglichkeit zur Beschäftigung und Zahnpflege.

Die Ernährung

Meerschweinchen nehmen über den Tag verteilt ca. 100 kleine Mahlzeiten auf. Daher sollte immer mindestens Heu zur Verfügung stehen. Der wichtigste Bestandteil der Nahrung ist der Rohfaseranteil. Proteine und Fett machen kleine Anteile einer gesunden Ernährung aus. Um die Selektion der Bestandteile durch das Tier zu vermeiden, können pelletierte Futter verwendet werden. Neben dem Trockenfutter und frischem, staubfreiem Heu sollte Gras für die gesunge Abnutzung der Zähne und die Darmflora angeboten werden. Auch Löwenzahn, Möhrengrün, Petersilie, Chicorée, Salat, Futter- oder Steckrüben, Kohlrabi, Spinat, Sellerie, Karotten, Tomaten, Gurken, Äpfel, Birnen und grünes Getreide dürfen die Ration ergänzen. Kartoffeln und trockenes Brot sollten nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Körnermischungen sind sehr eiweißreich und entsprechen damit nicht den physiologischen Bedürfnissen der Tiere. Überfütterung mit Körnern führt schnell zu Verfettung und den damit verbundenen Stoffwechselerkrankungen.

Meerschweinchen haben einen hohen Bedarf an Vitamin C. Wenn die Versorgung über Grünfutter nicht gewährleistet werden kann, sollten dem Futter oder Wasser entsprechend Vitamine zugesetzt werden.

Das Trinkwasser

Trinkwasser sollte immer frisch angeboten werden. Die Fütterung von Grün ersetzt nicht die Trinkflasche!!!

Im Handel erhältliche Flaschen mit Saugstutzen sind Trinknäpfen vorzuziehen, da diese schnell verschmutzen. Bei Hitze und wasserarmem Futter kann der Bedarf stark ansteigen.

Bei erhöhtem Vitamin C Bedarf kann dem Trinkwasser 500mg Ascorbinsäure/Liter zugesetzt werden.


 

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