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Tiershop.de vom 06.11.2006Felines Parvovirus (FPV)Das Feline Parvovirus ist unter der Bezeichnung Katzenseuche bekannt. Gegen FPV kann die Katze geimpft werden. Eine Infektion mit dem Virus ist oft tötlich. Der Erreger Das Feline Parvovirus gehört zur Familie der Parvoviridae, zu denen auch das Parvovirus des Hundes gehört. Alle Katzenartigen, Marderartigen und auch Kleinbären sind empfänglich für den Erreger. Weitere Begriffe für die Krankheit sind "Katzenseuche" und "Panleukopenie". Die Übertragung Das Virus wird über die Nase oder die Maulhöhle aufgenommen, wo es sich nach wenigen Tagen in der Schleimhaut vermehrt. Von dort aus verbreitet es sich zuerst in den Lymphknoten, dem Knochenmark und der Milz, um später auf andere Organe überzugreifen. Der Körper scheidet das Virus über Kot, Urin, Speichel und andere Sekrete aus, an denen sich gesunde Tiere leicht anstecken können. Das Virus ist extrem resistent gegen Chemikalien und Umwelteinflüsse und bleibt jahrelang infektiös. Die Erkrankung Besonders Jungtiere im Alter von 6 Wochen bis 4 Monaten sind gefährdet. Drei Formen der Erkrankung können auftreten. Beim sogenannten perakuten Verlauf sterben die Tiere innerhalb von Stunden. Oft werden Katzen, die am Vorabend noch gesund erschienen, morgens tot aufgefunden. Verläuft die Krankheit akut, so zeigen sich die Tiere geschwächt und schläfrig, liegen über Stunden mit eingekrümmten Pfoten ohne sich zu bewegen und verweigern die Nahrungsaufnahme. Es kommt zu Erbrechen und Durchfall. Die Katzen haben starke Bauchschmerzen. Unbehandelt können die Tiere innerhalb weniger Stunden einen Schock erleiden und sterben. Sofern sie überleben, halten die Symptome ca. 4-8 Tage an. Beim subakuten Verlauf sind die Symptome nicht so stark ausgeprägt. Eine Infektion bei trächtigen Kätzinnen kann zum Trächtigkeitsabbruch oder zur Geburt mißgebildeter und lebensschwacher Welpen führen. Bei älteren Katzen ist die Erkrankung nicht mehr so gefährlich wie bei Jungtieren. Hier treten die Symptome abgeschwächt auf und Todesfälle sind seltener. Die Diagnose Einen Hinweis auf die Krankheit liefert dem Tierarzt neben den Symptomen das Ergebnis einer Blutuntersuchung. Bei betroffenen Tieren sinkt die Zahl der Leukozyten. Das sind Blutzellen die zum Immunsystem gehören. Meist reicht die Zeit aber nicht aus entsprechende Untersuchungen einzuleiten. Beim Verdacht auf Parvovirose muss das Tier schnellstmöglich behandelt werden. Die Therapie Wenn eine Katze mit den beschriebenen Symptomen vorgestellt wird, ergreift der Tierarzt in erster Linie lebenserhaltene Maßnahmen. Der Verlust von Flüssigkeit mit dem Durchfall muss gestoppt und ausgeglichen werden. Dafür werden die Tiere an den Tropf gelegt. Das Virus selber kann nicht direkt bekämpft werden. Das Immunsystem des Tieres kann jedoch bei der Bekämpfung durch intensive und liebevolle Pflege des Patienten unterstützt werden.
Die Vorbeugung Seit den 1960er Jahren gibt es Impfstoffe zur Bekämpfung des Parvovirus. In den gängigen Präparaten für die jährliche Impfung ist der Wirkstoff gegen das Parvovirus enthalten. Die Grundimmunisierung sieht zwei Spritzen im Abstand von 3-4 Wochen vor. Bei Kätzchen die einem besonders hohen Infektionsdruck ausgesetzt sind, sollte noch ein drittes Mal geimpft werden.
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