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Tiershop.de vom 31.10.2006
Felines Immunschwächevirus (FIV)

Bei dem Felinen Immunschwächevirus handelt es sich um eine mit dem menschlichen AIDS-Virus verwandten Erreger. Die Krankheit verläuft langsam und endet immer tödlich.

Der Erreger

Das Feline Immunschwächevirus (FIV) gehört zur Familie der Retroviren, zu der auch das Feline Leucosevirus (FeLV) zählt. Eine Untergruppe der Retroviren sind die sogenannten Lentiviren (lat. lentus, langsam). Sie haben ihren Namen von dem langsamen Verlauf der Krankheit. In diese Gruppe gehören viele Tierkrankheite aber auch das bekannte HIV (Humane Immunschwäche Virus), der Erreger von AIDS.

Erstmals wurde das Virus 1987 entdeckt und kommt auch bei wildlebenden Katzen vor.

Die Übertragung

Ähnlich wie bei der Felinen Leucose kann ein Tier das infiziert ist jahrelang unauffällig sein. Man bezeichnet solche Tiere als Virämiker. Die Übertragung von einem solchen Trägertier auf ein gesundes erfolgt durch Bissverletzungen. Das Virus wird dann mit dem Speichel in den neuen Wirt gebracht, wo es sich vermehren und verbreiten kann.

Die Erkrankung

Nach der Ansteckung durchläuft die Katze verschiedene Stadien der Krankheit. Einige Tage bis zu einigen Wochen nach der Infektion können Fieber, Müdigkeit und verdickte Lymphknoten auftreten. Meistens sind die Symptome nicht schlimmer als bei einer Erkältung und oft bemerkt der Tierbesitzer nichts. Dann folgt eine lange Zeit in der die Katzen keinerlei Symptome zeigen aber das Virus in sich tragen und auch ausscheiden. Nach Monaten oder gar Jahren treten die Tiere in die dritte Phase ein. Es kommt zu sogenannten Sekundärinfektionen. Das sind Krankheiten die sich durch die Schwächung des Immunsystems leicht im Körper ansiedeln können. Die Katzen haben oft Durchfall, Erkrankungen der Luftwege, Zahnfleischentzündungen, Infektionen der Haut, verlieren Gewicht und stark vergrößerte Lymphknoten.

Der Zustand der betroffenen Katzen verschlimmert sich über Monate hin bis zur völligen Auszehrung und die Krankheit endet immer tödlich.

Die Diagnose

In der Tierarztpraxis kann ein Schnelltest durchgeführt werden. Für diesen sogenannten ELISA-Test bei dem oftmals auch gleichzeitig eine Infektion mit FeLV nachgewiesen werden kann wird der Katze ein wenig Blut abgenommen und schon nach einigen Minuten ist ein Ergebnis ablesbar. Doch Vorsicht! Weder ein positiver noch ein negativer Nachweis sind hundertprozentig sicher!

Die Therapie

Es gibt keine Möglichkeit die Krankheit zu heilen. Auch die Symptome können nur begrenzt gelindert werden.

Die Vorbeugung

Erst in jüngster Zeit sind Impfstoffe gegen das Virus entwickelt worden, wobei der Einsatz noch nicht Routine ist.


 

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