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Tiershop.de vom 30.10.2006Felines Herpesvirus (FHV-1)Das Feline Herpesvirus ist ein Erreger des Katzenschnupfens. Es ist hochansteckend und vor allem für Katzenwelpen gefährlich. Der Erreger Das in den 1950er jahren entdeckte Feline Herpesvirus (FHV-1) gehört zu der Familie der Herpesviren. Zusammen mit dem felinen Calicivirus ist es ein Erreger des Katzenschnupfens. Die Übertragung Das Virus wird von Katzen über die Nase aufgenommen und es tritt in die Schleimhäute ein. Das Virus vermehrt sich in den Zellen der Schleimhaut und verteilt sich im Rachenraum und den oberen Luftwegen. Die Übertragung erfolgt über direkten Kontakt, beim Niesen oder gegenseitigem Belecken, aber auch bei der Benutzung gemeinsamer Futternäpfe. Es ist unter bestimmten Umständen lange in der Umwelt haltbar. Ein Reservior für das Virus sind latent infizierte Katzen. Das heißt solche Tiere, die schon einmal unentdeckt eine Infektion durchgemacht haben und das Virus immer noch (auch über Jahre hinweg) in sich tragen. Häufig sind Kätzchen in den ersten Lebenswochen betroffen, vor allem während der Entwöhnung. Dann ist der Immunschutz am schwächsten und die Krankheit kann ausbrechen. Die Erkrankung Durch die Vermehrung des Virus treten Erkrankungen des Nasen- und Rachenraums auf. Dabei können Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute, gerötete Augenlieder (Konjunktivitis) und Tränenfluss auftreten. Die Tiere niesen häufig und es kommt zu Ausfluss aus den Nasenöffnungen. Dieser wird in Verlauf der Erkrankung eitrig und sogar blutig. Die Atmung ist schwer behindert. Meistens verschwinden die Symptome nach 1-2 Wochen spontan, wenn nicht andere Erreger wie Bakterien zusätzlich den geschwächten Körper belasten. Seltener tritt die Erkrankung auf die Lunge über und kann sogar zum Tode führen. Die Diagnose Bei allen Erkrankungen bei denen die Katze niest oder tränende Augen hat sollte man an das Herpesvirus denken. Auch kann es im Labor aus Tupferproben nachgewiesen werden. Allerdings ist ein Nachweis nicht unbedingt erforderlich, da es keine speziellen Medikamente gegen das Virus gibt. Die Therapie Bei einer Infektion mit dem Herpesvirus können nur die Symptome, nicht aber das Virus selbst behandelt werden. Betroffene Tiere sollten intensiv und sehr liebevoll betreut werden. Der Tierarzt kann zur Unterstützung der Genesung der Katze Flüssigkeit über den Blutkreislauf zuführen. Die Atemwege sollten stets gereinigt und lokal mit Antibiotika behandelt werden. Das verhindert eine zusätzliche Infektion mit Bakterien. Die Vorbeugung Es gibt schon seit den 1970er Jahren Impfstoffe gegen das Herpesvirus. Meistens ist der Wirkstoff in den kombinierten Präparaten, die der Tierarzt bei der jährlichen Standardimpfung einsetzt, enthalten. Um den Schutz zu sichern muss bei der Grundimmunisierung die Impfung nach 3-4 Wochen wiederholt werden. Eine regelmäßige Impfung des Tieres schützt zwar nicht vor der Ansteckung mit dem Virus, jedoch vor der Erkrankung. Das heißt, auch eine geimpfte Katze kann das Virus in sich tragen und andere Tiere damit anstecken.
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