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Tiershop.de vom 06.11.2006Felines Calicivirus (FCV)Das Feline Calicivirus ist ein Erreger des Katzenschnupfens. Der Erreger In den 1950er Jahren wurde das Feline Calicivirus erstmals bei Katzen entdeckt. Ähnliche Erreger hat man auch beim Kaninchen, bei Schweinen und wildlebenden Großkatzen gefunden. Es gehört zusammen mit dem felinen Herpesvirus zu den Erregern des Katzenschnupfens.
Die Übertragung Die Katzen stecken sich vor allem durch sozialen Kontakt zu infizierten Artgenossen an. Dabei kann das Virus auch über Aerosole, die beim Niesen entstehen, übertragen werden. Vor allem in großen Populationen also zum Beispiel in Katzenzuchten und Tierheimen ist der Infektionsdruck sehr hoch. Ausserdem ist das Virus sehr resistent gegen Desinfektionsmittel und kann lange Zeit in der Umwelt der Katzen ansteckend bleiben. Die Erkrankung Das Virus befällt zuerst die Schleimhäute der oberen Luftwege, also in Nasen- und Rachenraum. Auch die Mandeln können schwer betroffen sein. Manchmal tritt das Virus auf den gesamten Körper über. Dann spricht man von einer Virämie. Betroffene Katzen zeigen einige Tage nach der Infektion auffällige Mattigkeit und Fressunlust und sie bekommen Fieber. Aus den Augen und der Nase tritt zuerst flüssiger, später auch eitriger Ausfluss aus. Im Maul können Veränderungen an der Zunge, dem Zahnfleisch und dem Gaumen entstehen. Hier kann es sogar dazuführen, dass die betroffenen Katzen lebenslang eine chronische Zahnfleischentzündung haben, da sich das Virus in den Zahnfleischzellen zurückzieht. Bei einigen Tieren kommt es zu Durchfall und Erbrechen, seltener auch zu Lungenentzündungen. Die Diagnose Meistens tritt das Virus in Gesellschaft anderer Viren und Bakterien auf, die zu dem Krankheitsbild des Katzenschnupfens führen. Anhand der klinischen Symptome ist nicht sicher eine FCV-Infektion diagnostizierbar. Inzwischen können Tupferproben in einem speziellen virologischen Labor auf diese Viren untersucht werden. Diese Untersuchung ist vor allem bei der chronischen Zahnfleischentzündung sinnvoll, um die Ursache für die Entzündung zu finden.
Die Therapie Die Erkrankung wird mit Antibiotika eingedämmt, wobei vor allem die Bakterien, die sich zusätzlich einschleichen, bekämpft werden. Gerade bei jungen Kätzchen ist eine rasche Therapie erforderlich, da sie an einer Pneumonie (Lungenentzündung) schnell sterben. Bei chronischen Veränderungen der Mundschleimhaut muss über verschiedene Therapien nachgedacht werden, die von dem Einzelfall abhängig sind. Die Vorbeugung Bei der jährlichen Impfung ist in dem Kombinationspräparat das der Tierarzt anwendet ein Impfstoff gegen das Feline Calicivirus enthalten. Wie bei dem Impfstoff gegen das Herpesvirus auch, schützt die Impfung vor der Erkrankung, nicht aber vor der Ansteckung mit dem Virus. Impft man ein Kätzchen, das sich schon mit dem Virus infiziert hat und nur noch keine Symptome zeigt, kann es zum Ausbruch der Krankheit kommen. Bei einer Grundimmunisierung muss die Impfung nach 3-4 Wochen wiederholt werden. Erst nach der zweiten Impfung hat das Tier einen belastbaren Schutz. In größeren Beständen, vor allem in Zuchten sind hygienische Maßnahmen von großer Wichtigkeit! Jungtiere sollten von älteren Tieren, die Träger des Virus sein könnten strickt getrennt bleiben.
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