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Tiershop.de vom 31.10.2006
Feline Leucose (FeLV)

Bei der Felinen Leucose handelt es sich in eine von Tier zu Tier übertragbare Viruserkrankung, die immer tödlich verläuft.

Der Erreger

Bei dem Erreger der Felinen Leucose (FeLV) handelt es sich um einen Retrovirus zu deren Familie auch das feline Immunschwächevirus (FIV) gehört. Es sind zwei Formen des Virus bekannt: eine exogene (außere) und eine endogene (innere) Form. Entscheidend für die Übertragung von Tier zu Tier ist die exogene Virusform.

Ein Spezialfall ist das feline Sarkomvirus (FeSV).

Erstmals wurde das Virus aus einem erkrankten Tier 1964 isoliert und seit den 70er Jahren existieren Tests mit denen die Erkrankung nachgewiesen werden kann.


Die Übertragung

Ein bereits infiziertes, aber nicht offensichtlich Krankes Tier (Virämiker) kann jahrelang unerkannter Ausscheider von Viruspartikeln sein. Bei direktem Kontakt einer gesunden Katze mit einem solchen Virämiker kann sie sich anstecken. Meistens tritt das Virus bei Bissverletzungen oder engen Sozialkontakten über. Eher selten findet die Übertragung durch die gemeinsame Benutzung von Futternäpfen statt. Wenn der Speichel des kranken Tieres in dem Millionen Erreger enthalten sein können, in den Maul- und Nasenbereich des gesunden gelangt, so tritt das Virus über die Schleimhäute ein. Von hier aus wandert es weiter über die Lymphknoten in das Knochenmark. Dort vermehrt es sich rasant um dann mit dem Blut in den ganzen Körper auszuschwemmen.

Ob die Krankheit persistiert, also im Körper verbleibt, oder bekämpft wird, hängt davon ab wie gut das Immunsystem der Katze funktioniert. Vor allem junge Tiere bis zum Alter von 16 Wochen sind extrem empfänglich.

In Zuchten oder Haushalten mit vielen Katzen ist der Infektionsdruck besonders hoch. Auch über die Milch kann eine Kätzin ihre Jungen anstecken.


Die Erkrankung

Die Symptome treten oftmals erst Jahre nach der Ansteckung auf. Dabei sind vor allem die Bereiche des Körpers betroffen, in denen sich das Virus besonders gut vermehren kann. Häufig entstehen an den Knochen Tumore (sog. Lymphosarkome). Durch den Befall des Knochenmarks, in dem viele Blutzellen entstehen, kann es zu Blutarmut (Anämie) kommen. Ausserdem entsteht eine Leukopenie, das heisst es werden weniger Leukozyten ins Blut freigesetzt. Diese braucht der Körper aber um Krankheiten zu bekämpfen.

Die Folgen sind sehr vielfältig. Andere Infektionen können vom Immunsystem nicht bekämpft werden. Wunden heilen schlechter, es treten Zahnfleisch- und Ohrentzündungen auf und oftmals erscheint das Fell der Katzen matt und  ungepflegt. Erkrankungen durch Bakterien und andere Viren stehen oftmals im Vordergrund, obwohl ihnen der Weg in den Körper erst durch das Leucosevirus geöffnet wurde. So entstehen bei manchen Tieren Nierenentzündungen, Atemwegsinfekte oder auch andere Krankheiten der Orgene.

Eine Impfung bei einem betroffenenTier kann schwere Folgen haben.


Die Diagnose

In der Tierarztpraxis kann ein Schnelltest durchgeführt werden. Für diesen sogenannten ELISA-Test bei dem oftmals auch gleichzeitig eine Infektion mit FIV nachgewiesen werden kann wird der Katze ein wenig Blut abgenommen und schon nach einigen Minuten ist ein Ergebnis ablesbar. Doch Vorsicht! Weder ein positiver noch ein negativer Nachweis sind hundertprozentig sicher!

Die Therapie

Eine Heilungsmöglichkeit für die Leucose gibt es nicht. Es können lediglich die Beschwerden kurzzeitig gelindert werden, doch die Infektion verläuft immer tödlich.

Die Vorbeugung
Gegen die Feline Leucose können die Katzen geimpft werden. Es gibt verschiedene Impfstoffe die der Tierarzt anwenden kann. Dabei muss das Tier wie bei den anderen üblichen Impfungen auch grundimmunisiert werden. Das heisst die Katze bekommt zweimal im Abstand von 3-4 Wochen eine Impfspritze. Die Impfung kann bei Welpen ab einem Alter von 8 Wochen durchgeführt werden.


Was tun wenn...

Wenn sich ein Tier bereits infiziert hat, darf es nicht mehr mit anderen tieren zusammen gehalten werden! Ein positiver Leucose-Test ist aber noch lange kein Grund aufzugeben. Strikte Hygiene und gute Pflege können der Katze als Wohnungstier unter Umständen noch einige schöne Jahre beschehren!


 

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