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Tiershop.de vom 03.01.2007Die Zähne des MeerschweinchensDas Meerschweinchen gehört zu den Nagetieren. Es sollte die meiste Zeit des Tages mit der Zerkleinerung von Nahrung zubringen, damit die Zähne ausreichend abgenutzt werden. Das Gebiß Das Meerschweinchen gehört im Gegensatz zu den Kaninchen zu den Nagetieren. Es hat zwei Nagezähne pro Kiefer. Insgesamt besitzt es 20 Zähne, die ebenso wie beim Kaninchen lebenslang wachsen. Pro Woche wächst ein Zahn ca. 1,5 mm.
Erkrankungen der Zähne Eine häufige Erkrankung der Zähne entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen Zahnwachstum und -abnutzung. Gründe für dieses Ungleichgewicht können fehlerhafte Zahnkontakte (angeboren oder später erworben) sein und vor allem fehlerhafte Fütterung. Auch abgebrochene Zähne, Karies oder Parodontitis können zu Fehlstellungen führen. Einzelne Zähne können so lang werden, dass sie in den gegenüberliegenden Kiefer einstechen, andere wiederum werden immer kürzer und sind für den Kauvorgang nicht mehr nützlich. Es kommt häufig zu Spitzenbildung an den Seitenzähnen, die schmerzhaft in Wange und Zunge einstechen und die Futteraufnahme damit schmerzhaft machen. Unter einem Treppengebiss versteht man verschieden hohe Seitenzähne, so dass keine einheitliche Kaufläche merhr vorliegt. Beim Meerschweinchen können sich sogar so genannte Brücken bilden. Dabei wachsen einzelne Zähne des Unterkiefers im Bogen über die Zunge, die damit so stark behindert wird, dass der Schluckvorgang irgendwann nicht mehr möglich ist. Die Symptome Die Symptome die auf eine Zahnerkrankung hinweisen sind zahlreich. Fressunlust und Abmagerung können auf Schmerzen beim Kauen zurückgeführt werden. Die Tiere haben oft starken Maulgeruch. Auch Schwellungen am Kiefer bis hoch zu den Augen sind verdächtig. Manche Meerschweinchen speicheln sehr stark oder haben Nasenausfluss. Oftmals kann schon der Besitzer die stark verlängerten Schneidezähne sehen. Die Behandlung Der Tierarzt kann die Fehlstellungen korrigieren. Zahnspitzen und verlängerte Schneidezähne werden abgeschliffen oder mit einer Zange entfernt. Die Seitenzähne können mittels einer Raspel auf eine gleichmäßige Höhe gebracht werden. Die Behandlung ist oft nur in Narkose durchführbar, da die Tiere eine Manipulation im Maul als äußerst unangenehm empfinden. Wichtig ist, dass auch nach einer Behandlung das Gebiß regelmäßig durch den Tierarzt kontrolliert werden muss, da oftmals schon bleibende Schäden vorliegen. Die Prophylaxe Das Wichtigste ist eine angepasste und ausgewogene Ernährung. Die vermehrte Gabe von pelletiertem Meerschweinchenfutter führt dazu, dass die Tiere weniger mahlen und stattdessen nur die Pellets knacken. Rauhfutter wie Heu und Grünfutter hingegen fördern den natürlichen Abrieb der Zähne und tragen damit zur Gesundheit bei. Den Tieren sollte Heu immer zur freien Verfügung stehen.
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