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Tiershop.de vom 20.11.2006
Die Zähne des Kaninchens

Die Zähne des Kaninchens wachsen kontinuiertlich. Durch eine ausgewogene Ernährung können Schäden vorgebeugt werden.

Das Gebiss

Ein ausgewachsenes Kaninchen hat 28 Zähne, wovon sechs Schneidezähne sind (vier im Oberkiefer und zwei im Unterkiefer). Diese stehen im Ruhezustand aufeinander. Aufgrund der Schneidezähne wird das Kaninchen nicht zu den Nagetieren gezählt.  Die Zähen wachsen beim Kaninchen lebenslang und werden durch den Kauvorgang abgenutzt. Pro Woche wächst ein gesunder Zahn ca. 3mm.

Erkrankungen der Zähne

Eine häufige Erkrankung der Zähne entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen Zahnwachstum und -abnutzung. Gründe für dieses Ungleichgewicht können fehlerhafte Zahnkontakte (angeboren oder später erworben) sein und vor allem fehlerhafte Fütterung. Auch abgebrochene Zähne und Parodontitis können zu Fehlstellungen führen.

Einzelne Zähne können so lang werden, dass sie in den gegenüberliegenden Kiefer einstechen, andere wiederum werden immer kürzer und sind für den Kauvorgang nicht mehr nützlich. Es kommt häufig zu Spitzenbildung an den Seitenzähnen, die schmerzhaft in Wange und Zunge einstechen und die Futteraufnahme damit schmerzhaft machen. Unter einem Treppengebiss versteht man verschieden hohe Seitenzähne, so dass keine einheitliche Kaufläche mehr vorliegt.

Die Symptome

Die Symptome die auf eine Zahnerkrankung hinweisen sind zahlreich. Fressunlust und Abmagerung können auf Schmerzen beim Kauen zurückgeführt werden. Die Tiere haben oft starken Maulgeruch. Auch Schwellungen am Kiefer bis hoch zu den Augen sind verdächtig. Manche Kaninchen speicheln sehr stark oder haben Nasenausfluss. Oftmals kann schon der Besitzer die stark verlängerten Schneidezähne sehen.

Die Behandlung

Der Tierarzt kann die Fehlstellungen korrigieren. Zahnspitzen und verlängerte Schneidezähne werden abgeschliffen oder mit einer Zange entfernt. Die Seitenzähne können mittels einer Raspel auf eine gleichmäßige Höhe gebracht werden. Die Behandlung ist oft nur in Narkose durchführbar, da die Tiere eine Manipulation im Maul als äußerst unangenehm empfinden und es sehr schnell zu einer Schleimhautverletzung kommen kann.

Wichtig ist, dass auch nach einer Behandlung das Gebiß regelmäßig durch den Tierarzt kontrolliert werden muss, da oftmals schon bleibende Schäden vorliegen.

Die Prophylaxe

Das Wichtigste ist eine angepasste und ausgewogene Ernährung. Die vermehrte Gabe von pelletiertem Kaninchenfutter führt dazu, dass die Tiere weniger mahlen und stattdessen nur die Pellets knacken. Rauhfutter wie Heu und Grünfutter hingegen fördern den natürlichen Abrieb der Zähne und tragen damit zur Gesundheit bei. Den Tieren sollte Heu immer zur freien Verfügung stehen.

 

Grünfutter und Heu wird von Kaninchen zwischen den Zähnen zermahlen. Das fördert den gesunden Abrieb der Zähne.

 

 


 

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