... von Tierärzten und Tierfreunden gemacht, für Tierbesitzer gedacht
Shop Tierarznei Tiermedizin Tierarzt Trusted Shop
Ihr Warenkorb ist leer.
Login
HOME HILFE & SERVICE ANBIETER AGB KUNDENINFO DATENSCHUTZ NEWSLETTER PARTNERPROGRAMM mein Tiershop.de  
Tiershop.de vom 22.01.2007
Chronische Niereninsuffizienz

Niereninsuffizienz ist eine häufige Diagnose bei alternden Katzen.

Die Definition

Eine chronische Niereninsuffizienz definiert sich als langsame Verschlechterung aller Nierenfunktionen. Die Erkrankung ist irreversibel (unheilbar) und führt mit der Zeit zum Tode.

Die Aufgaben der Niere

Die Nieren sind ein in den Blutkreislauf eingebauter Filter. In den so genannten Glomeruli durchfließt das Blut winzige Kapillare, aus denen Flüssigkeit in die Nieren austritt, der Primärharn. In einen komplizierten Kreislauf zwischen dieser gefilterten Flüssigkeit und dem Blut werden die Konzentrationen an Elektrolyten angeglichen, Giftstoffe und Stoffwechselprodukte (z.B. Proteine, Hormone) ausgeschieden und das Blutvolumen und der Säure-Base-Haushalt reguliert. Ausserdem werden wichtige Stoffe wie zum Beispiel Glucose konserviert. Schließlich gelangen Flüssigkeit und Stoffe die ausgeschieden werden sollen in die Nierenbecken und über die Harnleiter in die Blase.

Die Ursachen für chronische Insuffizienzen

Chronische Niereninsuffiziens tritt meistens bei älteren Katzen auf. Der Auslöser für das Geschehen ist oft nicht mehr festzustellen, wobei verschiedene Usachen in Frage kommen. Chronische Nierenentzündungen sind der häufigste Grund für den Beginn des Funktionsverlustes.

Die Symptome

Häufig fallen dem Besitzer die Symptome erst auf, wenn die Katze die Futteraufnahme einstellt. Doch meist schon lange vorher kann man eine Zunahme der Wasseraufnahme, vermehrten Harnabsatz, häufiges Erbrechen und schleichenden Gewichtsverlust beobachten. Oft wird das Fell struppig und verliert den Glanz.

Der Tierarzt stellt häufig einen Blutmangel, Dehydratation (Austrocknung) und Zahnfleischentzündungen fest. Teilweise haben die Tiere stark erhöhten Blutdruck, der unbehandelt zum Erblinden der Tiere führen kann.

Die Diagnose

Die Nieren haben sich wenn diese Symptome vorliegen schon stark verändert. Denn erst wenn 60 % der Nierenleistung schon verloren ist, stellen sich deutliche Zeichen der Insuffizienz ein. Daher können die Veränderungen im Ultraschall oder Röntgenbild deutlich dargestellt werden. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, wie stark sich das Gleichgewicht der Blutbestandteile verschoben hat und ob die typischen Parameter der Niere (Harnstoff- und Kreatininkonzentration) verändert sind. Auch der Harn wird untersucht, auf sein Gewicht, die Proteinkonzentration und Bakterien.

Die Behandlung

Auch wenn die Niereninsuffizienz nicht heilbar ist, kann die Entwicklung durch Medikamente und die richtige Fütterung lange Zeit aufgehalten werden.

Zuerst muss der Wasserhaushalt der kranken Katze stabilisiert werden. Oft müssen die Tiere einige Tage an der Infusion liegen bleiben. In Grenzfällen führt der Tierarzt sogar eine Bluttransfusion durch um das Blutvolumen wieder aufzufüllen.

Auf lange Sicht kann die Durchblutung der Niere mit so genannten ACE-Hemmern erhöht, der Blutdruck im Körper aber gesenkt werden. Dazu werden Diurethika eingesetzt, die der Entwässerung der Gewebe dienen. Die tägliche Eingabe solcher Medikamente erfordert vom Besitzer viel Disziplin und ein wenig Geschick.

 

Die Fütterung

Meistens muss die Fütterung erkrankter Tiere komplett umgestellt werden. Dafür stehen verschiedene Diäten zur Verfügung, die besonders leicht verstoffwechselbare Proteine, weniger Phosphor, mehr Basen und weniger Natrium enthalten. Diese speziellen Proteine haben ihren Preis und grundsätzlich hat sich gezeigt, dass die besten Zusammensetzungen oft auch die teuersten sind. Dabei sollte stets an die Gesundheit des Tieres gedacht werden!

Nassfutter ist in diesem Falle dem Trockenfutter vorzuziehen, da die Katze so mehr Feuchtigkeit zu sich nimmt.

Generell müssen niereninsuffiziente Katzen so viel Flüssigkeit wie möglich zu sich nehmen. Es ist sinnvoll an verschiedenen Orten der Wohnung frisches Wasser anzubieten um die Katze immer wieder ans trinken zu erinnern. Hin und wieder darf sie verdünnte Milch oder dünne Hühnerbrühe haben um die Wasseraufnahme zu stimulieren.

Achtung! Durch die gute Verdaulichkeit  der Nierendiät werden die Katzen schnell zu dick. Das sollte in jedem Fall vermieden werden, um eine zusätzliche Belastung von Herz und Niere zu verhindern.

Die Prophylaxe

Bei einem alternden Tier kann man in gewissen Abständen eine Blutuntersuchung machen lassen. Der Tierarzt lässt dann ein "Geriatrisches Profil" anfertigen, bei dem die wichtigsten Werte für alte Tiere abgeklärt werden. Neben den Nierenwerten werden Anzeichen auf Schilddrüsen- und Lebererkrankungen erfasst und der Blutzucker gemessen.

So hat der Tierbesitzer die Möglichkeit früh auf beginnende Erkrankungen zu reagieren.

Ein weiterer Punkt der Vorsorge ist eine angepasste Fütterung. Ältere Tiere haben andere Ansprüche an das Futter. Dafür gibt es spezielle Seniordiäten, die weniger und dafür hochverdauliches Protein enthalten. Dadurch können schon beginnende Nierenerkrankungen wirkungsvoll verlangsamt werden.


 

zurück zur News Übersicht 

 

Mein Konto | Kontakt | Impressum |
       

© 2012 Tiershop.de, Dr. Alexander Flöck
Partner-Links: Tiere | Hunde | Katzen | Tiermedizin | Sonstige
Optimiert für Internet Explorer Version 6
benötigt aktivierte Javascript-Unterstützung